“Isch geh Schulhof”

…heißt mein derzeitiger Lesestoff; über schockierende Erlebnisse aus der Bildungsfront..steht erklärend auf dem Cover.

Der Autor Philipp Möller beschreibt mit viel Humor und genauem Blick den Schulalltag eines Grundschullehrers in Berlin.

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Meine abendliche Bettlektüre bringt mich oftmals zum Lachen, neben all dem erschreckenden Ernst des Schulgeschehens im Berliner Kiez, der mangelnden Erziehung und zurückgebliebenen Bildung der Schüler …und deren Elternhaus, schafft es der Autor immer wieder den Leser mitzureißen:

“Pirschelbär heiße ich”, behauptet ein kleiner Junge……

Als die Kindergärtnerinnen seine Unterlagen durchschauten, stellte sich heraus, dass er Pierre-Gilbert heißt.

Chantalismus…nennt sich dieses Phänomen der Namensgebung unter welchem diese Kinder leiden müssen……..

…..neben Raik-Werner, Merlin-Gandalf und Aloe-Vera tummeln sich noch zahlreiche Namensverirrungen, die aus Filmen, Lieblingsromanen oder dem Klappentext der Lieblings-DVD stammen….

Nach diesem Absatz konnte ich einen schallenden Lachanfall nicht verhindern, wollte ich doch eigentlich langsam schläfrig werden-so um 23 Uhr, tja – nun verlängerte sich meine Schmökerzeit, ich war hellwach!

In Philipp Möllers Buch geht es um hyperaktive Schüler, deren Sprache und Schulprobleme sowie Gewalt.

Philipp Möller engagiert sich für Humanismus und Aufklärung.

Offen berichtet er über das deutsche Bildungschaos, dessen Bürokratie sowie über die Hilflosigkeit der Lehrkräfte gegenüber der Schüler- und Elternschaft, Schüler von Eltern, die auch Harz IV Empfänger sind. Kinder, deren zukünftiges Leben durch ihre Herkunft vorgeprägt ist.

Nicht ohne Grund betitelt er seinen Ersten Arbeitstag mit :

Schmerzlich Willkommen!

Meine Meinung: Unbedingt empfehlenswert!

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28 Kommentare zu ““Isch geh Schulhof”

  1. Mhh was ich so mitbekomme wenn ich mal Bus fahre macht mir auch eine Gänsehaut, der Ton ist doch manchmal recht rabiat, sicher nicht bei allen Jugendlichen.
    Lehrer möchte ich heute auch nicht sein, hat man doch schon oft gelesen das es sogar Lehrern gegenüber zu Brutalitäten kommt.
    „Kinder, deren zukünftiges Leben durch ihre Herkunft vorgeprägt ist“ das gab es allerdings auch schon als ich noch zur Schule ging, wir hatten Nachbarn mit 11 Kindern, der älteste kam auf die Sonderschule und alle anderen die nach ihm eingeschult wurden auch, einen schönen Abend wünsche ich Dir 🙂

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    • Besondere Schulen sind wichtig die Kinder richtig zu fördern…für leichter Lernende und auch für die Schwächeren. Am wichtigsten ist dass die Eltern hinter ihren Kindern stehen.
      Danke für deinen Kommentar 🙋
      Alles liebe und gute Nacht

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      • Da hast Du auf jeden Fall recht aber in dem Fall aus meiner Schulzeit kamen die Kinder die dem ältesten folgten automatisch auf die Sonderschule, das hatte was mit Kinderreich zu tun, also auch die Herkunft.
        In meiner Familie, ich habe ja auch sechs Geschwister, hat man das auch versucht. Meine Eltern haben aber darauf bestanden das die Grund/Hauptschule zuerst besucht wird, keiner von uns ist je sitzen geblieben und mindestens eine Ausbildung haben wir auch alle, was ich damit meinte ist das bei Kinderreichen Familien wohl oft über einen Kamm geschoren wurde, ich wünsche Dir einen schönen Tag 🙂

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        • Das liest sich interessant….
          Eine meiner besten Freundinnen kommt auch aus einer kinderreichen Familie, 6 Kinder. Alle haben eine gute Ausbildung erhalten ..4 Mädchen und die jüngesten sind Jungen. Da ist alles dabei. 😉
          Ich denke die meisten Schwierigkeiten haben die Ausländer hier, die schlecht deutsch sprechen.
          ❤ liche Grüße und einen gemütlichen Montagabend

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          • Gut möglich das heute anders verfahren wird 😉 bei mir ist das ja auch schon 40 Jahre her. Sicher hast Du auch recht mit dem Sprachproblem, das erinnert mich an einen Marokkaner den ich in meiner zweiten Ausbildung zum Kollegen hatte. Praktisch war der Mann spitze aber die theoretische Prüfung konnte er nicht bestehen weil er die Fragen schon nicht verstand, Dir auch liebe Grüße und einen schönen Abend 🙂

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  2. Schön, dass sich da jemand für Humanismus und Aufklärung in Schulen engagiert und nicht nur für maximale Leistung!
    Wortgewandheit haben die Kleinen heutzutage allerdings schon. Nur in den falschen Bereichen. Da schlackern einem als Erwachsenen die Ohren.

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  3. 🙂 Oh, weh!
    Obwohl ich bei Deiner Zusammenfassung herzlich lachen musste, finde ich das ganz schön beängstigend! Ich höre morgens auch immer einige „interessante“ Gesprächsfetzen in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Da bleibt mir manchmal die Spucke weg…
    Schlaf gut 🙂

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    • Ja…oh weh..manchmal erreichen mich auch hier Wortfetzen bei denen ich mich ungläubig umsehe und staune welch junger Mensch und welche Umgangssprache da aus dem Schnabel plumpst.
      Gute Nacht und danke für deinen Besuch 🙋✉💞

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