Archiv | 1. März 2017

Spektakuläre Animation

mit dem Dauerbrenner,  ohne Werbung: 😉 Viel Spaß!

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5 Jahre

ist es heute her, seit mein Ältester nach IN zog. Ich sehe uns auf dem Bahnsteig stehen, B. bepackt mit zwei Koffern -hier auf dem ländlichen Bahnhof. Ein mulmiges Gefühl für Mutter und Sohn, man verabschiedete sich sozusagen zügig, verdrückte sich schwerlich eins, zwei Tränchen…..

Seine erste  Anstellung beginnt wenige Tage später und B. bezieht vorher seine erste möblierte Souterrain Wohnung. Souterrain..wie vornehm das klingt – als wir ihn damals nach seiner Probezeit besuchten, dachte ich spontan an “Keller mit Blick auf die Grasnarbe”. Ab und zu bellte der Hund der Vermieterin in sein Fenster, und es roch feucht.

Die Stadt lebt von der Autobranche und billig ist hier nichts..schon gar nicht Wohnungen- die sind rar.

B.

Sein Einschulungsfoto fiel mir beim Suchen in die Hände…voila Zwinkerndes Smiley so niedlich unbedarft startete er.

Seine Aufsätze brachten mich öfter zum Schmunzeln..gelinde gesagt. In einem Rezept für Frikadellen (=Klopse, Bulletten) formulierte er: …..man nehme 2 Eier, gekauft oder vom Huhn….

…zum knuddeln! Was haben wir gelacht!

Mathe hingegen war sein Lieblingsfach (liegt in der Familie) Als mein 10 Jahre jüngeres Nesthäkchen später seine Hilfe benötigte, war sie so gerissen, ihn bei Tisch in die Enge zu drängen, dass er nicht flüchten konnte…lach, es sah zu komisch aus! Der Stuhl eingequetscht, neben ihm kein Fluchtweg… da blieb ihm einfach nichts anderes übrig als sitzen zu bleiben und ihr Rede und Antwort zu stehen. Und Töchterchen konnte ihren Bruder perfekt und ausgiebig ausquetschen!!

Wenn er damals gewusst hätte, dass er durch den Einfluss bzw. Druck seines  Übervaters zwei Studiengänge absolvierte, diese zwar mit Erfolg bewältigte, aber nicht glücklich damit war…ich hätte es gern geändert; aber es gehören eben zwei zum Erziehen-bei uns jedenfalls war das so.

Mit Druck macht man viel kaputt. Glücklich und zufrieden sein ist doch die Quintessenz des Lebens. Das schmerzt mein Mutterherz manchmal.

Ingolstadt ist das Beste für ihn gewesen um sich frei zu entfalten. Sein Glück erlebt er indem er die schönen Inseln der Welt aufsucht, seine Urlaube ausdehnt – das kann er sich leisten.

Leider ist er ein Einzelgänger, gesellschaftlich tut er sich schwer.

Ich denke oft an ihn, meinen Stammhalter..wie man zu meiner Zeit zu sagen pflegte.

Ich wünsche ihm von Herzen Zufriedenheit und Fröhlichkeit!