Quittenkekse

nach Omas Rezept: Reibekuchen 😉

Reibekuchen

Die alte Dame wäre heute 111 Jahre alt, und gehörte zu jener Generation für die Ausbildung in Küche, Nähmaschine und Garten das Wichtigste im Leben war. Sie kochte noch am holzbetriebenen Herd und wusch ihre Wäsche mit dem Waschbrett.

Eine Zeit in der die Zeit eine andere Rolle spielte.

Wir Enkel hatten Glück, Omas Leidenschaft war das Backen und Kochen. Wir bekamen herrliche Leckereien zu kosten: selbstgemachte Spätzle, Käsknöpfle und Strudeln aus Blätterteig…fantastisch, das weiß ich noch heute sehr zu schätzen.

Einige Rezepte backten wir nach und hier oben seht ihr einen Auszug von Omas spärlichen Notizen, die uns verraten, dass das Meiste in ihrem Kopf versteckt war.

Backzeit = ein Geheimnis! Temperatur= probiere doch aus! Gekochtes Obst = Marmelade, guck halt wie viel!

Ohne Backpulver oder andere Treibmittel!

Na, da probierte ich am Wochenende aus, es muss noch auf heutige “Technik” umgeschrieben werden, ein wenig hier und dort gefeilt…und voila, das Ergebnis ist halbwegs gelungen.

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Den Teig reibt man grob und gleichmäßig auf ein Backblech, mit einem Teelöffel portioniert man darüber die Marmelade, sehr fein schmeckt Quitte. Nun folgt eine letzte Schicht geriebenen Teigs und dann backte ich bei ca. 180 Grad ungefähr 25 Minuten. Anschließend zerteilt man die Teigplatte in kleine mundgerechte Stückchen.

Sehr leckerer butteriger Geschmack!

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13 Kommentare zu “Quittenkekse

  1. Frau wusste früher einfach was gut ist. Man kam mit den Dingen aus die man eben greifbar hatte. Sei froh darüber, dass du diese alten Schätze noch hast! Sie sind sehr kostbar.
    Ganz liebe Abendgrüße ♥

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  2. Gut, dass Rezepte überliefert werden und sei´s wie die Märchen mündlich 🙂
    Du hast aber sogar noch was Schriftliches, das ist so fein.
    Die Kekse sehen lecker aus. Plöd, das ich gerade low carb esse !

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    • Nicht weiter schlimm – ich backe gern und öfter. Nächstes Mal schick ich ein Pröbchen zu dir … per ICE 😉
      Alte Rezepte können fast wie eine Geheimsprache sein.
      Da freut man sich, wenn es denn so hinhaut wie man es aus Omas Küche kennt.

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  3. Sie sehen unglaublich gut aus! Die aller besten Kekse und Teige stammen aus Omas Büchlein! ❤ Die "Burgenland Kipferl" aus dem Titelbild meines Blogs stammen auch von meiner Oma.. was für eine Arbeit aber sooo gut 🙂

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