Archiv

Duftzauber in rosé

Auf einer Wiese, die als Ackerbegrenzung dient, überraschte mich eine wahrer Duftwolke. Die unscheinbaren Wildblumen in rosa verbreiteten ein betörenden Duft….weiß ein Blumenkundiger wie sie heißen?

zwei

An dieser Wiese bin ich sozusagen auf und abgegangen, wollte mich ungern von dem Blumenparfüm trennen.

blau.rosa

Das Zusammenspiel der beiden Blümchen wirkte wunderschön, die lila Blume nennt sich wohl Büschelschön oder Bienenfreund. Tante Google informierte mich dass durch diese Pflanzen der Boden verbessert wird…sehr schön.

Büschel

IMG_3607

Ein Abschiedsfoto von meinem Liebling – vielleicht kennt sie jemand beim Namen.

😉

Licht auf Yoga

“Yoga…ach naja”, meint Ernie abwinkend, “ ein wenig tüdeldü, dabei die Arme und Beine heben und senken, ein OM dazu – was ist schon besonderes an Yoga?”

Die anwesenden Herrschaften unserer vergnügten Runde bei mir zuhause nicken alle beifällig.

“Meinst du?” ist meine Antwort, meinen Ärger atme ich einfach weg, “davon träumst du wohl, mein lieber Ernie, ein wenig mehr muss man sich schon anstrengen, die Übungen bringen dich ganz schön ins Schwitzen. Da kann man nicht nebenbei sein Nickerchen nachholen.”

Mit ungläubigem Blick grinst er sich Eins: „übertreibe nicht, kann doch jeder!“

Klar kann das jeder! Mit intensivem Üben bestimmt!

IMG_0001

Damit krame ich meinen Yogaschmöker und gleichzeitige Übersetzungshilfe hervor und klappe frech eine der ersten Seiten vor seiner Nase auf:

IMG_0002

“Nachmachen!” gucke ich ihn wissend an,”bin echt gespannt, ob du DAS so mir nichts dir nichts nachbasteln kannst, Ernie.”

Die bunte leicht angesäuselte Runde begutachtet interessiert die Übung.

Man/Frau hat sich letztendlich geweigert die Übung nachzumachen.

Ist auch schwierig….

Für die Muskulatur ist es wichtig, sie wieder auf „Länge“ zu bringen. Merkt man schon wenn man sich nur hinstellt:

Stehe ich wirklich gerade? Mache ich ein Hohlkreuz? Sind meine Schultern zurückgezogen? Und den Bauch bitte einziehen, ja!?

Mit der Zeit lernt man seine Körperhaltung zu korrigieren.

Achtsamkeit..ist ganz ganz wichtig!

Unser Yogalehrer spornt uns bei schwer auszuhaltenden Übungen mit diesen Worten an:

“Wenn ihr meint, dass ihr es nicht mehr aushalten könnt, dass es überall zwickt und zwackt, ja dann, dann richtet euch in dieser Stellung für die Ewigkeit ein…und das ruhige Atmen dabei nicht vergessen!”

Nach 90 minütiger Trainingsstunde spüre ich Muskeln, die ich noch gar nicht an mir gekannt habe. Und mein Schlaf ist durch Yoga viel besser geworden.

Ich hoffe, ich habe ein wenig Appetit auf Yoga gemacht.

Und wer kann sich von euch, ihr lieben sportlichen Blogbesucher, so hübsch verrenken wie auf dem Bild oben?

????

😉

Namasté!

“Isch geh Schulhof”

…heißt mein derzeitiger Lesestoff; über schockierende Erlebnisse aus der Bildungsfront..steht erklärend auf dem Cover.

Der Autor Philipp Möller beschreibt mit viel Humor und genauem Blick den Schulalltag eines Grundschullehrers in Berlin.

20161116_122333

Meine abendliche Bettlektüre bringt mich oftmals zum Lachen, neben all dem erschreckenden Ernst des Schulgeschehens im Berliner Kiez, der mangelnden Erziehung und zurückgebliebenen Bildung der Schüler …und deren Elternhaus, schafft es der Autor immer wieder den Leser mitzureißen:

“Pirschelbär heiße ich”, behauptet ein kleiner Junge……

Als die Kindergärtnerinnen seine Unterlagen durchschauten, stellte sich heraus, dass er Pierre-Gilbert heißt.

Chantalismus…nennt sich dieses Phänomen der Namensgebung unter welchem diese Kinder leiden müssen……..

…..neben Raik-Werner, Merlin-Gandalf und Aloe-Vera tummeln sich noch zahlreiche Namensverirrungen, die aus Filmen, Lieblingsromanen oder dem Klappentext der Lieblings-DVD stammen….

Nach diesem Absatz konnte ich einen schallenden Lachanfall nicht verhindern, wollte ich doch eigentlich langsam schläfrig werden-so um 23 Uhr, tja – nun verlängerte sich meine Schmökerzeit, ich war hellwach!

In Philipp Möllers Buch geht es um hyperaktive Schüler, deren Sprache und Schulprobleme sowie Gewalt.

Philipp Möller engagiert sich für Humanismus und Aufklärung.

Offen berichtet er über das deutsche Bildungschaos, dessen Bürokratie sowie über die Hilflosigkeit der Lehrkräfte gegenüber der Schüler- und Elternschaft, Schüler von Eltern, die auch Harz IV Empfänger sind. Kinder, deren zukünftiges Leben durch ihre Herkunft vorgeprägt ist.

Nicht ohne Grund betitelt er seinen Ersten Arbeitstag mit :

Schmerzlich Willkommen!

Meine Meinung: Unbedingt empfehlenswert!