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Wahre Größe

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🌞

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte!

Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten!

Achte auf deine Taten, denn sie werden deine Gewohnheiten!

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter!

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal!

Jüdischer Talmud

 

 

 

Mein Rennwagen

Erstzulassung 1956

KI_Fotor

Vor einigen Tagen in meinem Beitrag “ Verhandlungssache” ging es auch um alte Kinderwagen; ich habe dann mal in meinen alten Bildern gestöbert und dieses nette Foto von meinem Lieblingsopa und mir gefunden.

Wir unterhalten uns, wie man sieht, angeregt im Säuglingsjargon, dabei funkeln die schnieken Radkappen meines gut gefederten, sportlichen Gefährts im Sonnenschein.

Ich erinnere mich, dass mein liebster Opa maßgeblich dazu beitrug, mir Rotwein schmackhaft zu machen. Im zarten Kindesaltern gab es ab und an Sonntags zum Mittagessen ein Schnapsgläschen verdünnten Rotweins. Opa hatte seinen Spaß, weil mein Bruder und ich unseren Spaß hatten, und wir so taten als wären wir beschwipst, deshalb alberten wir übermütig rum. 😆

Meine Familie lebte damals mit unseren Großeltern unter einem Dach – eine wunderbar intakte Gemeinschaft!

Es gab Gemüse und Obst aus eigenem Anbau. Außerdem Fleisch von eigenem Vieh, jedes Jahr wurde ein Schwein geschlachtet. Die unmittelbaren Nachbarn bekamen dann ein kleines Fleischgeschenk von uns, das war damals in unserem Dorf üblich. Knappwurst und Brühe..daran erinnere ich mich.

Wir Kinder trugen nur selbstgenähte Kleidung aus alten Stoffen – es wurde wiederverwertet, was wiederverwertbar war. Mutter konnte aus allem für jeden etwas passendes nähen -auch wenn es einem (mir) nicht immer gefiel.

Gute Sache!

Ich bin mir sicher, dass durch die damalige unbelastet frische Ernährung der Grundstock für meine heutige gute Gesundheit gelegt wurde. Allergien blieben mir durch die Haustiere, die immer mit uns lebten, erspart.

Ooops…jetzt bin ich ja richtig abgeschweift, ins schwärmen und plappern gekommen!

😉 😆 😎

Soviel zu alten Kinderwagen- diese gibt’s heutzutage nur noch als Deko auf dem Trödelmarkt.

Quittenkekse

nach Omas Rezept: Reibekuchen 😉

Reibekuchen

Die alte Dame wäre heute 111 Jahre alt, und gehörte zu jener Generation für die Ausbildung in Küche, Nähmaschine und Garten das Wichtigste im Leben war. Sie kochte noch am holzbetriebenen Herd und wusch ihre Wäsche mit dem Waschbrett.

Eine Zeit in der die Zeit eine andere Rolle spielte.

Wir Enkel hatten Glück, Omas Leidenschaft war das Backen und Kochen. Wir bekamen herrliche Leckereien zu kosten: selbstgemachte Spätzle, Käsknöpfle und Strudeln aus Blätterteig…fantastisch, das weiß ich noch heute sehr zu schätzen.

Einige Rezepte backten wir nach und hier oben seht ihr einen Auszug von Omas spärlichen Notizen, die uns verraten, dass das Meiste in ihrem Kopf versteckt war.

Backzeit = ein Geheimnis! Temperatur= probiere doch aus! Gekochtes Obst = Marmelade, guck halt wie viel!

Ohne Backpulver oder andere Treibmittel!

Na, da probierte ich am Wochenende aus, es muss noch auf heutige “Technik” umgeschrieben werden, ein wenig hier und dort gefeilt…und voila, das Ergebnis ist halbwegs gelungen.

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Den Teig reibt man grob und gleichmäßig auf ein Backblech, mit einem Teelöffel portioniert man darüber die Marmelade, sehr fein schmeckt Quitte. Nun folgt eine letzte Schicht geriebenen Teigs und dann backte ich bei ca. 180 Grad ungefähr 25 Minuten. Anschließend zerteilt man die Teigplatte in kleine mundgerechte Stückchen.

Sehr leckerer butteriger Geschmack!